Über lange Strecken hat sich die 1. Herren des VfL Fortuna Veenhusen am Samstag gegen den TuS Norderney in der Ostfrieslandliga abgemüht. Erst durch zwei Tore in der Nachspielzeit konnte die von Julian Peper ins Spiel geführte Heimelf mit 2:1 gewinnen.

Direkt zu Beginn musste Tim Pottberg mit einer Glanztat gegen Simon Holtkamps Dropkick das frühe 0:1 verhindern (2.). Nur zwei Minuten später verpasste Wilke Ammermann das 1:0. Nach einem Doppelpass mit Thies Schröter schoss er unter Bedrängnis knapp rechts vorbei. Auf der Gegenseite hatten Kevin Karstan und Tim Pottberg Glück, dass sie unter Bedrängnis bei einem Missverständnis nicht das 0:1 für Norderney verursachten. In der zehnten Minute war es auf der Gegenseite dann wieder Ammermann, der frei vor Torhüter Santiago Beutelstein stand, an diesem aber auch scheiterte.

Nach den ersten zehn Minuten verflachte die Partie. Viele Fehler auf beiden Seiten ließen kaum noch nennenswerte Chancen zu. Erst kurz vor Pause, als Schröter Marcini Bednarczyk einen Ball im Sechzehner abknöpfte und für Ammermann auflegte, bot sich der Fortuna noch einmal eine Chance zum 1:0, die jedoch Beutelstein erneut stark zu vereiteln wusste.

Nach der Pause kam Norderney deutlich besser aus der Kabine. Tim Pottberg musste gegen den freien Lasse Kühn das 0:1 verhindern (46.). Sechs Minuten später war Kühn dann aber doch erfolgreich, als die Fortuna-Abwehr eine Bogenlampe in den Strafraum nicht geklärt bekam. Kühn nahm den Ball herunter und schob zum 0:1 ein.

In der Folge machte Veenhusen ein schwaches Spiel. Erst in der 72. und 74. Minute gab Schröter für die Fortuna-Offensive mit zwei Abschlüssen – jeweils knapp an den beiden Torwinkeln vorbei – wieder ein Lebenszeichen ab. Veenhusen entwickelte in der Schlussphase ein deutliches Übergewicht und versuchte, das 1:1 zu erzwingen. Ein weiterer Abschluss von Schröter landete am Außennetz (83.).

Als alles schon nach einem TuS-Sieg aussah, traf Wilke Ammermann in der ersten Minute der Nachspielzeit nach einem Eckball von Renke Ammermann volley doch noch zum 1:1-Ausgleich. Es sollte aber noch besser kommen: Der eingewechselte Mattis Luikenga spielte halblinks in der gegnerischen Hälfte einen gut getimeten Steckpass für Wilke Ammermann, der den Ball in der vierten Minute der Nachspielzeit mit links zum 2:1 im langen Eck des Norderneyer Tores unterbrachte. Der Jubel auf Veenhuser Seite kannte nun keine Grenzen mehr.

Ein durchaus ernüchtertes Fazit zog das Trainer-Team um Peper und Holger Stöter, der aufgrund seiner Sperre unter den Zuschauern verweilte, angesichts der Leistung dennoch. „Über weite Strecken des Spiels haben wir die Galligkeit in den Zweikämpfen und das einfache Kombinationsspiel vermissen lassen. Wir hatten zu oft den Kopf unten und waren nicht konzentriert und auch nicht wach genug. Positiv ist aber, dass wir niemals aufgegeben haben und doch noch die Punkte mitgenommen haben.“

Fortuna: T. Pottberg, Selle (46. Pollmann), Kröse, J. Neumann, Kirchhoff, M. Pottberg (73. Kramer), Karstan (86. Luikenga), Schröter, E. Neumann (86. R. Ammermann), R. Ammermann (40. Schulz), W. Ammermann.

Tore: 0:1 Kühn (52.), 1:1, 2:1 W. Ammermann (90. +1, 90. +4).