Die 1. Herren des VfL Fortuna Veenhusen hat auch das Rückspiel beim TuS Norderney mit 2:1 für sich entschieden. Auf der Insel musste die Elf von Trainer Holger Stöter viel investieren, um nach einer umkämpften Partie verdientermaßen die drei Punkte mit auf das Festland zu nehmen.
Die Veenhuser sahen sich von Beginn an einer aggressiven Heimelf gegenüber, hielten aber von Beginn an auch gut dagegen. So kam es in der zwölften Minute zum vermeintlich ersten Tor. Eine Flanke von Thies Schröter von rechts kam bei Wilke Ammermann im Sechzehner an, der den Ball annahm und ins Tor beförderte. Doch Schiedsrichter Hilko Debelts wollte bei der Ballannahme ein Handspiel erkannt haben. „Eine klare Fehlentscheidung“, wie Ammermann im Nachgang des Spiels beteuerte.
Stattdessen ging die Heimelf in der 20. Minute in Führung. Die Ecke kurz ausgeführt, kam die Flanke bei Niklas Lacalandra an, der aus abseitsverdächtiger Position direkt zum 1:0 verwandelte. Doch Veenhusen hatte eine schnelle Antwort parat, als Wilke Ammermann einen Rückpass in der Norderneyer Abwehr erlief und zum 1:1 einschob. Bis zur Pause passierte nicht mehr allzu viel. Erst in der Nachspielzeit scheiterte Kevin Karstan an Santiago Beutelsteins Fußabwehr. Kurz darauf köpfte Wilke Ammermann noch eine Flanke von Gregor Kröse über den Kasten.
In Hälfte zwei hatte zunächst Norderney durch Lukas Eilts die erste Torannäherung (56.), Veenhusen machte aber das Tor. Nach Seitenwechsel von Schröter zog Renke Ammermann ab, Beutelstein parierte, Ammermann bekam den Ball zurück und staubte anschließend zum 1:2 in der 62. Minute. In der Folge reagierte Norderney mit wütenden Angriffen, konnte aber zunächst nicht zwingend werden. Nach einem gut herausgespielten Konter über Florian Selle stand Schröter frei vor dem Tor, konnte aus 15 Metern den Ball aber nicht im Tor unterbringen (84.).
Der Sieg war kurz vor Schluss nochmal in Gefahr, doch Tim Pottberg entschärfte zunächst nach einem Eckstoß einen Schuss und wehrte dann auch noch Simon Holtkamps Nachschuss aus etwa sieben Metern stark mit dem Fuß ab. Die Schlussminuten wurden nochmal hitzig. Nachdem Coach Holger Stöter sich über eine Beleidigung eines gegnerischen Spielers beim Linienrichter beschwerte, war es überraschenderweise Stöter selbst, der die Gelbe Karte sah. Daraufhin kickte er wutentbrannt seine eigene Trinkflasche weg und sah dafür zu allem Überfluss auch noch Gelb-Rot. Sein Team jedoch verteidigte auch die letzten Angriffe noch souverän und nahm verdient drei Punkte mit.
„Wir haben heute alles investiert gegen einen kampfstarken Gegner. Die Mannschaft ist füreinander durchs Feuer gegangen und ist über den Kampf auch spielerisch in gute Situationen gekommen. Die Punkte nehmen wir absolut verdient mit“, lautete im Anschluss an das Spiel das Fazit von Stöter.
Fortuna: T. Pottberg, Kirchhoff, Kröse (75. M. Pottberg), Bootsmann (46. Kramer), Pollmann, Schulz, Karstan (69. Dreyer), Schröter, E. Neumann, R. Ammermann (69. Selle), W. Ammermann (69. Lange).
Tore: 1:0 N. Lacalandra (20.), 1:1 W. Ammermann (22.), 1:2 R. Ammermann (62.).




















